Artikel

Schachturnier des Deutsch-Leistungskurses

Lesezeit: ca.  Artikel drucken
Alle News

Zwar schätzte Goethe den intellektuellen Anspruch des Schachspiels, dessen Natur er oft als Spiegel des Lebens betrachtete, so weigerte er sich jedoch, selbst intensiv Schach zu spielen, da er befürchtete, das Spiel würde zu viel wertvolle Zeit und kreative Energie rauben. Wie dem auch sei. Seit jeher gilt Schach als das Spiel der Gelehrten und Gebildeten und ist seit über 1500 Jahren eng mit der Literatur verwoben.

Ursprünglich im Orient als militärstrategisches Lehrspiel entstanden, inspirierte das königliche Spiel zahlreiche Dichter, wenn auch nicht unbedingt Goethe, zu faszinierenden Meisterwerken und es dient bis heute als Sinnbild für Macht, menschliche Abgründe und das Schicksal.

Mit der Idee, sich dem „Probierstein des Geistes“ zu öffnen, wie Goethe dies beschreibt, führte der Deutsch-Leistungskurs bei Frau Kleinhenz in der Woche vor den Osterferien 2026 ein klasseninternes Schachturnier durch. Nachdem alle in die Grundregeln des Spiels eingeführt wurden und jeder sich daran erproben konnte, wurde ein Turniermodus durchgeführt, bei dem jeder zunächst drei Pflichtspiele bewältigen musste. Danach folgte, wie beim Fußball, die sogenannte K.O.-Runde. Das Finale war dann ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Marla Bechtel und Annika Janotta, wobei sich letztere schließlich auf dem Schlachtfeld behaupten und den gegnerischen König schachmatt setzen konnte. Zum Abschluss gab es auch einen Siegerpokal.

Alle Schülerinnen und Schüler des Kurses waren mit großem Eifer dabei und sehr dankbar für diese unterhaltsame Abwechslung nach sechs Wochen intensiver Auseinandersetzung mit der Fausttragödie.

Weitere Artikel