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Literatur verbindet Generationen- Exkursion Seniorenhilfe Obertshausen

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Im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2025/2026 startet der literarische Kurs der Georg-Kerschensteiner-Schule (Ergänzungskurs Literatur – berufliches Gymnasium) gemeinsam mit der Seniorenhilfe Obertshausen ein Projekt mit dem Ziel, den Austausch von zwei unterschiedlichen Generationen zu ermöglichen und dabei literarische Kreativität mit sozialem Engagement zu verknüpfen. Die Literatur soll als Brücke zwischen Jung und Alt dienen.

Einmal im Monat begegnen sich künftig Schüler und Senioren, um Erinnerungen zu teilen, Fragen zu stellen und gemeinsam kreativ zu werden.

Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026 war es endlich soweit und die Auftaktveranstaltung, das erste Kennenlernen, fand statt. In den vorherigen Wochen hatten sich die Schüler der Q2 des Kurses unter der Leitung von Frau Kassel mit selbstgeschriebenen Kurzgeschichten und gemeinsam erarbeiteten Fragen an die Senioren auf das Treffen vorbereitet. Ausgestattet mit Kuchen und Getränken stellten sich zunächst die Organisatorinnen vor, anschließend folgten die anwesenden Senioren. Schon die Vorstellungsrunde sorgte für ein Schmunzeln: Schnell fiel auf, dass sowohl im Kurs als auch unter den Gästen ausschließlich Frauen vertreten waren.

Der Verein sowie die Schülerinnen sehen das Zusammentreffen als besonders bedeutungsvoll an. Vor allem für Senioren, deren Familien in größerer Entfernung leben oder die keine Enkelkinder haben, und für Schüler, deren Großeltern nicht mehr leben, bietet sich die Möglichkeit, in Kontakt mit der jeweils anderen Generation zu treten.

Durch den Austausch von Erfahrungen und Erzählungen in Kleingruppengesprächen sollen die Teilnehmerinnen des Kurses neue Ideen und Ansätze für Geschichten erhalten, die sie alleine oder gemeinsam mit den Senioren zu Papier bringen können. Die Auftaktveranstaltung verbrachten die Schülerinnen jeweils alleine oder zu zweit mit mindestens einer der Seniorinnen und nutzten die Möglichkeit, ihnen vorbereitete Fragen zu stellen und somit mehr über ihren Gesprächspartner zu erfahren oder selbstverfasste Kurzgeschichten vorzulesen. Dies war zwar für beide Seiten mit Mut und Überwindung verbunden, wurde aber durch aufmerksame Zuhörerinnen und neugierige Fragen belohnt. Das zu Beginn noch vorsichtige Kennenlernen entwickelte sich schnell zu lebendigen Unterhaltungen. Dabei entstanden teilweise tiefgründige Gespräche über Familien, Abenteuer auf dem Fahrrad durch verschiedene Länder, Träume und Wünsche. Während die Seniorinnen in Erinnerungen schwelgten, wurde es den Schülerinnen ermöglicht, vieles über das Leben in vergangenen Zeiten zu erfahren. Dies zeigt, wie wertvoll Zuhören sein kann.

In den kommenden Monaten wird weiter erzählt, zugehört und geschrieben. Dadurch wird den Teilnehmerinnen die Möglichkeit geschenkt, Lebenserfahrungen und Wissen auszutauschen und von diesem Austausch sowohl für das kreative Schreiben als auch im Alltag zu profitieren.

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