Wir – ein fünfköpfiges Personalratsteam, verstärkt durch zwei Gewerkschaftsbeauftragte, vertreten fast 120 Kolleginnen und Kollegen:
Vorsitzende ist Anke Rüger (GEW), stellv. Vorsitzend ist Hildegard Sprink-Hansemann (GLB) und Klaus-Uwe Gerhardt (GEW), der die Personalkasse verwaltet. Weitere Mitglieder sind Birgit Hermanns-Peters (GEW, Angestelltenvertreterin) und Christiane Seidler (GLB). Als Gewerkschaftsbeauftragte nehmen Marco Stark (GLB) und Nicola Hammon (GEW) an den Sitzungen teil.
Die Größe unsere beruflichen Schule mit einer Vielfalt von Schulformen und damit verbunden die Größe des Kollegiums verlangen eine aktive Personalratsarbeit, die sich für vertretbare Arbeits- und Unterrichtsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen einsetzt und sich um Transparenz von Entscheidungen bemüht.
Neben Fragen der personellen Versorgung (Einstellungen, Fachbedarf, Vertretungsverträge, Umgang mit Versetzungsanträgen, Ersatz von Pensionierungen) beschäftigen wir uns das ganze Jahr über mit der Gestaltung /Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen, vor allem aber mit dem Unterrichtseinsatz bzw. der Stundenplangestaltung (zu der bereits eine Dienstvereinbarung existiert), mit den Aufsichtsplänen, Mehrarbeit, Grundsätzen für Vertretungsunterricht bis hin zu Beschwerden einzelner Kollegen/Kolleginnen. Maßstab für unsere Einflussnahme sind dabei das Prinzip der Gleichbehandlung und die Sicherung einer positiven Arbeitsatmosphäre.
In der letzten Zeit waren wir verstärkt mit befristeten Vertretungsverträgen konfrontiert und haben uns sehr für die Verlängerung der Verträge eingesetzt.
Im Interesse dauerhafter Unterrichtskontinuität und existentieller Absicherung der Kolleginnen und Kollegen kann aber nur die Unterrichtsabdeckung durch Planstellen die anzustrebende Perspektive sein.
Bei neu eingestellten Kolleginnen und Kollegen, die wir von Schuljahr zu Schuljahr regelmäßig begrüßen konnten, achten wir auf frühestmögliche Verbeamtung auf Lebenszeit und ggfs. Beförderung nach A 11.
Weniger konfliktfrei ist das Thema „Beförderungen nach A 14“. Als Personalrat versuchen wir bereits bei der Festlegung der Stellenbeschreibungen in Verhandlungen mit der Schulleitung darauf Einfluss zu nehmen, dass unabhängig von Bedürfnissen der Schulleitung nach Erfüllung besonderer Aufgaben solchen Kolleginnen und Kollegen eine Chance gegeben wird, die sich lange Jahre in ihrem Unterricht bewährt und als Kollege/Kollegin an der Schule engagiert haben.
Größtmögliche Transparenz durch offene Gesprächsrunden des Personalrats mit allen potentiellen BewerberInnen soll aus unserer Sicht einer Verschlechterung des Betriebsklimas entgegen wirken.
Ein weiter Schwerpunkt unserer Arbeit ist durch die permanente Raumnot an der GKS bedingt. Nachdem wir im Jahre 2001 einen Neubau als Ersatz für unsere maroden Pavillons erhalten haben, wird mit dem Wachstum des Kollegiums die Erweiterung des Lehrerzimmers ein dringender Arbeitsschwerpunkt werden.
Schließlich stehen auch Fragen der Schulentwicklung (kürzlich erst haben wir als Kollegium über die Teilnahme am Modellversuch „Selbstverantwortung plus“ entschieden), die Einführung neuer Schulformen auf unserer Tagesordnung ebenso wie die Besetzung von Funktionsstellen, die Einstellung eines neuen Medienassistenten, Parkplatzverteilung u.ä.
Mit der Gründung eines Arbeitsschutzausschusses auf der Ebene des Staatlichen Schulamts vor ca. 2 Jahren sehen wir auch eine Chance, uns demnächst für den Arbeitsschutz und die Gesundheitsförderung stärker zu engagieren, insbesondere die psychosozialen Belastungsfaktoren an unserem Arbeitsplatz Schule näher unter die Lupe zu nehmen und ggfs. auf Veränderungen in der Organisation von Schule hinzuwirken.
Um unsere Arbeit und unsere Entscheidungen auf eine demokratische Grundlage zu stellen, finden mindestens zweimal im Jahr Personalversammlungen statt, auf denen regelmäßig auch Stellungnahmen zu allgemeinen aktuellen Themen, die die Schullandschaft verändern (z.B. zu den neuen Schul- und Lehrerbildungsgesetzen in Hessen oder zur Einführung eines Arbeitszeitkontos) verabschiedet werden.
Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die vergnüglichen Veranstaltungen des Personalrats wie unser Sommerfest, der Kollegiumsausflug, Verabschiedungen einzelner Kollegen/innen etc., die an einer so großen Schule wie der unsrigen mit sehr unterschiedlichen Einsatzzeiten der Kolleginnen und Kollegen im Rahmen von täglich 10 planmäßigen Unterrichtsstunden willkommene Gelegenheiten des gegenseitigen Austausches sind.